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Kacktag

Nach dem Hoch kommt der Fall: So geil wie gestern war, so kacke war es heute. Das Wetter hat uns endgültig im Stich gelassen.

Wir wussten schon vorher, dass es aktuell auf den Seychellen nicht eben die trockenste Jahrszeit ist, und wir gestern und vorgestern eigentlich eher Glück hatten – mit so viel Regen wie heute hatten wir aber nicht gerechnet.

Man denkt immer “das sind die Seychellen Digger, da is immer geilo, und selbst wenn mal nich is noch immer geilo!”, nech? Ja.

In der Realität kanns auch hier recht gammelig sein. Im Unterschied zu Deutschland wird man hier aber auch in der Jacke nass, weil man bei 30 Grad und 90% Luftfeuchte schwitzt wie so ein Ochse.

Erstmal haben wir Zuflucht im einzigen “Hypermarket” gesucht, einem besonders großen Supermarkt. Die Realität gleicht eher einem normalen Rewe – aber is ja auch alles wat kleiner. Und auch hier: Nicht nur Weihnachtsdeko, sondern in einem Land, das Temperaturen unter 20 Grad nicht kennt, eine Eiszapfenbanderole.

Ich gehe gerne in fremdländische Supermärkte, und beäuge dort die Produkte. In diesem Fall war das ausgefallenste das Sortiment an Gurken.

An der heißen Theke haben wir uns ein bisschen was zu knabbern mitgenommen, und im Supermarkt quasi gepicknickt: Links Frühlingsrollen mit Fisch, rechts unten Frühlingsrollen mit Gemüse, rechts oben Frühlingsrollen Schinken-Käse (geile Idee!) und in der Mitte Beef-Samosas. Links oben, als Nachtisch, Papaya, hier liebevoll Paw-Paw genannt. War alles nicht schlecht, aber letztendlich halt doch ein Haufen frittiertes.

Auf dem Weg zum nächsten Geocache versuchen wir uns den Regen schönzureden..

.. was aber nicht klappt. Inzwischen sind wir so durchgeweicht, dass es keinen Spass mehr macht, weswegen wir in der Eden Island Mall vor dem Rückweg ein Stündchen Pause einlegen.

Immerhin, einen halbschönen Ausblick hatten wir noch..

.. bevor wir mit dem nächsten Bus zurück in die Stadt geschaukelt sind. Eins muss man den Seychellois lassen, ihr Busnetz ist komplett unverständlich, aber sehr zuverlässig.

Zum Abendbrot mussten wir noch einer speziellen kulturellen Wandlung der Inseln folgen: Takeaway. Es ist hier sehr verbreitet, sich Mittags und Abends in einem Imbiss was mitzunehmen. Die entsprechenden Lokalitäten haben eine gewisse Bandbreite an Gerichten da, die dann nach Gewicht bezahlt werden. Das Essen war jetzt nicht eben eine Offenbarung, aber auch nicht schlecht.

Und mit einem Slow Turtle-Cider verabschieden wir uns in einen hoffentlich trockenen letzten Tag hier.

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